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Lungenstiftung Bremen
Cannabis

Der Konsum von Cannabis ist keineswegs unbedenklich für die Lunge

Eine aktuelle Studie von Forschenden aus Kanada, den USA und Großbritannien weist auf klare Risiken von regelmäßigem Cannabiskonsum für die Lunge hin. Demnach berichten Menschen, die Joints rauchen, häufiger über Atemwegsbeschwerden wie Husten, Auswurf und Atemnot. Bei stärkerem und langjährigem Konsum wurden zudem häufiger messbare Veränderungen der Lungenfunktion sowie weitere Schädigungen festgestellt.

Grundlage sind Daten von 139 cannabisrauchenden Personen im Vergleich zu 57 Nichtrauchenden; der Konsum wurde dabei über sogenannte „Joint-Jahre“ eingeordnet. Auch ein hoher Anteil zusätzlicher Tabak- oder E-Zigaretten-Nutzung wurde erfasst.

Dr. Steven Demedts ordnet die Ergebnisse ein:
„Die Studie macht deutlich, dass Cannabiskonsum für die Lunge keineswegs harmlos ist. Wer regelmäßig konsumiert, berichtet häufiger über Atembeschwerden wie Husten, Auswurf oder Atemnot. Das sollten wir ernst nehmen – insbesondere, wenn der Konsum über Jahre anhält.“

Für die Lungenstiftung Bremen unterstreichen die Ergebnisse, wie wichtig eine sachliche Aufklärung über Risiken für die Atemwege ist. Als Stiftung, die sich für die Lungengesundheit in Bremen stark macht, setzen wir uns dafür ein, wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich einzuordnen, Prävention zu stärken und für mögliche Warnzeichen einer Lungenerkrankung zu sensibilisieren.

Wer wiederholt unter Husten, Auswurf, Atemnot oder einer nachlassenden Belastbarkeit leidet, sollte die Beschwerden ärztlich abklären lassen. Eine frühzeitige Diagnostik kann helfen, Veränderungen der Lunge rechtzeitig zu erkennen und gegenzusteuern.

Quelle: Lungeninformationsdienst, Meldung vom 3. März 2026 zur CANUCK-Studie (European Respiratory Journal).
Link zur Meldung des Lungeninformationsdienst