Lungenstiftung Bremen wird Partnerin im Bündnis „Saubere Luft 2030“
Saubere Luft ist eine zentrale Voraussetzung für Lungengesundheit. Deshalb ist die Lungenstiftung Bremen jetzt Partnerin im Bündnis „Saubere Luft 2030“ der Deutschen Umwelthilfe.
Was wir täglich einatmen, hat unmittelbaren Einfluss auf unsere Gesundheit. Luftschadstoffe wie Feinstaub und Stickstoffdioxid belasten die Atemwege, können Erkrankungen wie Asthma und COPD verschlimmern und erhöhen das Risiko für weitere chronische Erkrankungen. Saubere Luft ist deshalb weit mehr als ein Umweltziel: Sie ist wirksame Prävention und schützt Lebensqualität.
Mit dem Bündnis „Saubere Luft 2030“ setzen sich Organisationen aus Gesundheitswesen, Wissenschaft, Umwelt-, Klima-, Mobilitäts- und Verbraucherschutz gemeinsam dafür ein, dass die neuen europäischen Luftqualitätsgrenzwerte spätestens bis 2030 sicher und flächendeckend eingehalten werden. Zugleich fordert das Bündnis, die strengeren wissenschaftlich fundierten Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation möglichst schnell zu erreichen.
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, erklärt: „Saubere Luft ist kein Luxus, sondern ein Grundrecht. Menschen in Deutschland dürfen nicht weiter krankmachender Luft ausgesetzt werden, obwohl wir die Lösungen längst kennen. Die Einhaltung der WHO-Empfehlungen könnte jedes Jahr zehntausende Todesfälle vermeiden. Mit dem Bündnis Saubere Luft 2030 erhöhen wir den Druck auf Bund, Länder und Kommunen, endlich tätig zu werden. Wer Saubere Luft ernst nimmt, muss die neuen Grenzwerte früher verbindlich machen, Schlupflöcher schließen und schnell wirksame Maßnahmen in Verkehr, Wärme, Landwirtschaft und Industrie beschließen.“
Auch Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, betont die gesundheitliche Dimension: „Luftverschmutzung macht krank. Insbesondere Feinstaub zählt zu den größten umweltbedingten Gesundheitsrisiken und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen sowie weitere chronische Erkrankungen. Jede Verbesserung der Luftqualität ist deshalb wirksame Prävention und ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Gesundheit.“
„Saubere Luft darf nicht als freiwillige Umweltmaßnahme verstanden werden, sondern muss Teil einer konsequenten Gesundheitspolitik sein. Wer die Luftqualität verbessert, schützt Menschen vor Krankheit und schafft mehr Lebensqualität – in Bremen und weit darüber hinaus“, erklärt Frank Meierdiercks, Vorstandsreferent der Lungenstiftung Bremen.
Für die Lungenstiftung Bremen ist die Beteiligung ein wichtiger Schritt. Menschen mit Asthma, COPD, Allergien oder anderen Atemwegserkrankungen reagieren besonders empfindlich auf belastete Luft. Aber auch Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind besonders gefährdet. Gute Luftqualität schützt daher nicht nur einzelne Gruppen, sondern die Gesundheit aller.
Das Bündnis nimmt die wesentlichen Quellen von Luftverschmutzung in den Blick – etwa Verkehr, Wärmeversorgung, Landwirtschaft und Industrie. Gleichzeitig richtet es sich an Bund, Länder und Kommunen. Entscheidend ist, dass aus Grenzwerten konkrete Maßnahmen werden: weniger Schadstoffe, gesündere Städte und eine Luft, die niemanden krank macht.
Die Lungenstiftung Bremen bringt in das Bündnis insbesondere die Perspektive der Lungengesundheit ein. Unser Ziel ist klar: Saubere Luft muss als gesundheitspolitische Aufgabe verstanden und konsequent umgesetzt werden – auch hier in Bremen.
Weiterführende Informationen:
Mehr zum Bündnis „Saubere Luft 2030“ und zur Arbeit der Deutschen Umwelthilfe finden Sie über die verlinkten Informationen der DUH: Bündnis "Saubere Luft 2030"
Mitglieder im Bündnis „Saubere Luft 2030“ sind:
Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club e. V. (ADFC), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V., Bürgerverein Freising zur Vermeidung von Lärm und Schadstoffbelastungen e.V., Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) e.V., Deutsche Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK), Deutsche Gesellschaft für Public Health, Deutsche Umwelthilfe (DUH) e.V., Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB), Fachverband Fußverkehr Deutschland e.V. (FUSS), Fridays for Future, Health for Future, Klimaschutz im Bundestag e.V., Klimawandel und Gesundheit (KLUG) – AG Luft, Lungenstiftung Bremen, Naturschutzbund Deutschland (NABU), Ökopol – Institut für Ökologie und Politik GmbH, Senior:innen-Vertretung Tempelhof Schöneberg, Teachers for Future, Verkehrsclub Deutschland e. V. (VCD).